UN beschließen historisches Abkommen 7. Juli 2017 122 Staaten haben am Freitagmorgen bei den Vereinten Nationen in New York einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen verabschiedet. Nach Jahrzehnten stockender Abrüstung senden sie eine klare Botschaft an die Atomwaffenstaaten... mehr

IFFF/WILPF

Die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit ist eine internationale Nichtregierungsorganisation mit nationalen Sektionen in über 40 Ländern und allen Kontinenten dieser Welt. Die IFFF/WILPF besitzt Beraterstatus* bei verschiedenen Gremien der Vereinten Nationen (UN) mit einem internationalen Büro in Genf und einem New Yorker Büro, das sich vor allem der Arbeit der UN widmet.

WILPF ist die älteste Frauen-Friedensorganisation der Welt. Seit ihrer Gründung mitten im ersten Weltkrieg 1915 in Den Haag richtet sie sich gegen alle Formen von Krieg und Gewalt. Sie war maßgeblich an der Gründung der Vereinten Nationen (UN) beteiligt. Die IFFF/WILPF beteiligt sich an internationalen Kongressen und Weltfrauenkonferenzen und setzt sich auf nationaler Ebene für ihre Ziele ein. Mehr über WILPF ›

Aktion Aufschrei

Bundesweite Veranstaltungstermine der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel unter: http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Veranstaltungstermine.69.0.html.

Neuigkeiten

12.03. 2007

8. März Uganda: Demonstration für sauberes Trinkwasser und Nahrungssicherheit, gegen Militärübergriffe

AWARE Uganda berichtet von einer Demonstration als Teil des Global Women's Strike: am 8. März 2007 demonstrierten Frauen, Kinder und unterstützende Männer für Lebensmittel, sauberes Wasser, Frieden und Gerechtigkeit in Kaabong im Karamoja-Bezirk im nördlichen Uganda. Diese Region ist sehr arm, vor allem, seit sie von Trockenheit, einer Folge der Klimaerwärmung, und den Kämpfen zwischen dem Militär und den Karamoja-Männern betroffen ist.

Unterstützt ihre Forderungn nach sauberem Trinkwasser und Nahrungssicherheit in Uganda und gegen die Grausamkeiten des Militärs.

Seit Oktober 2006 versucht die Armee, die Männer zu entwaffnen, um den Weg für den Goldabbau der Barrick Gold Company  freizumachen (mit Sitz in Australien, Südafrika, Nord- und Südamerika). Vor Jahren bekam dieses große Unternehmen die Erlaubnis, eine Forschungsstudie anzufertigen, begann aber tatsächlich mit dem Abbau. Die Menschen in Karamoja befürchteten, dass sie ihr Land und Vieh verlieren würden, ohne die sie nicht überleben können, aber das Unternehmen versprach Verbesserungen. Diese Versprechen wurden nie gehalten und daher begannen die Krieger, die Firmenangestellten zu überfallen und zu ermorden, um sie dazu zu zwingen, wieder zu gehen.

Uns wurde gesagt, dass „...das Gold in Karamoja hat bessere Qualität, weswegen das Unternehmen weiterhin an einem Verhandlungsergebnis mit dem Präsidenten von Uganda interessiert ist, aber die Bedingung ist, dass alle Gewehre aus Kramoja verschwinden...“

 
Diese erzwungene Entwaffnung hat den Frauen und Kindern in diesem Gebiet Tod, Vergewaltigung und Vertreibung gebracht. Um sichtbar zu machen, welche Auswirkungen es auf Frauen gehabt hat und was sie tun, um die Situation zu ändern, hat AWARE-Uganda, früher Kaabong-Frauengruppe, eine Veranstaltung am Internationalen Frauentag organisiert, bei der ihre Forderungen vorgetragen wurden.

Forderungen

Beendigung der erzwungenen Entwaffnung jetzt

Frauen, Kinder und Alte leiden am meisten unter den Kämpfen, wie überall. Bombardierungen aus Hubschraubern haben mehr als 50 Höfe und viele wertvolle Getreidespeicher zerstört und 300 Frauen, Kinder, Männer und viele Tiere getötet – von deren Leben viele abhängen. Es sind Menschen gestorben, nachdem sie Fleisch aßen, das von den Bomben vergiftet worden war. Frauen sind von der Armee als Geiseln genommen, Leibesvisitationen unterzogen und eingesperrt worden – sie werden erst freigelassen, wenn ihre Ehemänner ihre Gewehre übergeben. Frauen und Mädchen sind vergewaltigt worden. Niemand kann sich frei bewegen. Straßen sind gesperrt. Krankenhäuser und Schulen wurden zu Lagern für die lokale Bevölkerung. Hunger ist weitverbreitet, weil das World Food Programme (WFP) die Dörfer nicht erreicht. Hunderte Flüchtlinge, vor allem junge Witwen, deren Männer getötet wurden, und ihre Kinder, die es nach Kampala, die Hauptstadt geschafft haben, wurden festgenommen und in die Lager geschafft. Am 9. Dezember 2006 organisierte AWARE mit den Flüchtlingen eine Demonstration in Kampala, um auf die Grausamkeiten hinzuweisen und das Ende der Kämpfe zu fordern.

Frauenfriedensteams und Entschädigung für Männer, die ihre Waffen aufgeben

AWARE sagt, dass das Abgeben der Waffen dann funktionieren wird, wenn Frauen einbezogen, wenn die Gemeinden informiert und Männer überzeugt werden, ihre Waffen friedlich abzugeben, und wenn die Regierung die Männer für die Waffen entschädigt, etwa mit Rinderpflügen, Geld, um ein Gewerbe zu starten oder Ausbildungen für junge Männer. Bisher war es üblich, Krieger mit Versprechen zum Übergeben ihrer Waffen zu überzeugen, dass sie wirtschaftliche Alternativen zu der Abhängigkeit von Viehwirtschaft bekommen würden. Aber diese Versprechen wurden nie gehalten, die Männer trugen weiter Waffen und die dringenden Bedürfnisse von Frauen und Kindern verhallten ungehört.

Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle

In der ehemals üppigen und fruchtbaren Region gibt es heute jedes Jahr Dürre. Frauen laufen viele Meilen, um dann tiefe Löcher in ein trockenes Flussbett zu graben, wo es nur unsauberes Wasser gibt, das vielen Tod und Krankheiten gebracht hat, vor allem den kleinen Kindern. Die Regierung versprach vor zwei Jahren nach einer Kampagne von AWARE 16 Bohrlöcher, aber nichts geschah. Statt der Bohrlöcher gibt es Goldabbau.

Lebensmittelsicherheit

Der Hunger ist allgegenwärtig. Die Frauen können mit sowenig Regen nicht genug anbauen. Bis vor drei Monaten hat das World Food Programme schwangere und stillende Mütter, kleine Kinder und ältere Frauen nicht als ‚produktiv’ anerkannt und damit als vorrangig für Lebensmittelhilfen. Nur Arbeiter und Schulkinder galten als ‚produktiv’ und bekamen Hilfen! Seit 2002 bestehen AWARE und Global Women’s Strike darauf, dass fürsorgende Arbeit von Frauen, die Leben geben und erhalten, als produktive Arbeit anerkannt werden muss – keine andere Arbeit ist so produktiv. Das WFP war gezwungen, seine sexistischen Richtlinien zu ändern. Inzwischen sind wenigstens diejenigen von uns, die Leben durch Fürsorge und lebenserhaltende Arbeit geben, nicht mehr zum Verhungern verurteilt. Es bleibt viel zu tun: die Hilfe erreicht die entfernt liegenden Dörfer noch immer nicht.

Was Frauen erreicht haben

AWARE hat von Frauen geführte nachhaltige Entwicklung geschaffen. Sie haben ein Frauenzentrum mit ihren eigenen Händen gebaut, und Alphabetisierungskurse für Erwachsene, Geburtshilfe-Kurse, Landrechtskampagnen und Unterstützung für AIDS-Waisen organisiert. Sie stellen Sandfilter her, mit denen das schlammige Flussbett-Wasser zu sicherem Trinkwasser wird. Sie haben Buschland für Obstplantagen gefordert. 2002 haben sie, als Teil weltweiten Frauenstreikaktionen, freie Gesundheitsversorgung gefordert und erreicht.

Was Ihr tun könnt

Wir brauchen dringend Eure Unterstützung für unsere Schwestern in Karamoja: protestiert an den ugandischen Botschaften und Konsulaten. Schreibt Briefe und E-Mails und fordert, dass die ugandische Regierung in das Erhalten von Leben und nicht in das Töten investiert, dass die Armee sofort aus der Region abgezogen wird, dass die Forderungen von Frauen nach Überleben und Sicherheit erfüllt werden, dass Opfer von Vergewaltigungen unterstützt werden, dass geflüchteten Frauen und Kindern Nahrung, sauberes Wasser und Unterkunft zur Verfügung gestellt werden, und dass die 16 Bohrlöcher für Karamoja endlich entstehen.

Schickt eine Kopie Eurer Briefe und die Reaktionen an

Global Women’s Strike
Crossroads Women's Centre
230a Kentish Town Road
London NW5 2AB
Tel: +44-20-7482 2496
Fax: +44-20-7209 4761
E-Mail: womenstrike8m@server101.com

 

Ugandische Botschaften und Konsulate in Deutschland:
 
Botschaft der Republik Uganda
I.E. Frau Elizabeth Bagaya Nyabongo, außerordentliche und bevollmächtigte Botschafterin
Axel-Springer-Straße 54a
10117 Berlin
Telefon 030-24 04 75 56
Fax 030-24 04 75 57
E-Mail ugembassy(at)yahoo.de
Mo. - Do. 9-13 und 14- 16 Uhr; Fr. 9-14 Uhr

Honorarkonsul der Republik Uganda
Heinz W. Bonacker, Honorarkonsul
Frau Ingrid Bonacker
Brook 2
20457 Hamburg
Telefon 040-36 98 87 0
Fax 040-36 98 87 90
Mo. - Fr. 9-16 Uhr

Honorarkonsul der Republik Uganda
Herr Alfred Weiss, Honorarkonsul
Rheinstraße 21
56368 Katzenelnbogen
Telefon 06486-75 35
Fax 06486-25 07

Honorarkonsul der Republik Uganda
Herr Dr. Wolfgang Wiedmann, Honorarkonsul
Neckarstraße 14
81677 München
Telefon 089-33 15 44
Mobil: 0179-47 89 671
Fax 089-92 40 18 83
Mo. - Do. 10-13 Uhr
E-Mail dr.wiedmann(at)uganda.de
Website www.uganda.de

 

(Quelle: http://www.globalwomenstrike.net/Uganda/UgandaStatement07.htm, Übersetzung und Zusammenstellung: WLOE e.V.)


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